Russische Riot Art – Pussy Riot und Pawlenski kämpfen weiter

TRACKS reist zur Ausstellung „Art Riot: Post-Soviet Actionism“ nach London-Chelsea in die Galerie Saatchi & Saatchi und trifft dort Mascha Alechina von Pussy Riot und Oleg Kulik, den Vater der russischen Riot Art Bewegung.

Vor 5 Jahren machte sie ihr Punk Gebet weltberühmt. Heute kämpft das Kollektiv Pussy Riot weiter gegen die bestehende Ordnung: Jetzt allerdings weltweit. Mascha Alechina von Pussy Riot blockierte den Trump Tower in New York und warb um Freiheit für den in Sibirien inhaftierten Filmemacher Oleg Senstov. Währenddessen gab Nadya Tolokonnikova von Pussy Riot mir ihrer Band das erste Konzert in Amerika greift weiterhin öffentlich Donald Trump und Vladimir Putin an.

O-Ton Mascha Alechina
„Die Welt braucht gerade jetzt Protestkunst mehr denn je. Und es ist egal ob das in Europa oder in Russland oder in Amerika stattfindet.“

Zur gleichen Zeit sitzt der russische Künstler Pjotr Pawlenski in Paris im Gefängnis. 2013 erregte er in Moskau Aufsehen, als er seine Hoden auf den Roten Platz nagelte. Inzwischen ist er von Russland nach Frankreich geflohen. Nicht ohne dort weiter politische Kunst zu machen und Feuer an der Pariser Nationalbank zu legen – seine Form des Protests gegen die Übermacht der Banken.

Pyotr Pawlenski auf dem Roten Platz bei seiner Performance „Fixation“

Paris: Polizei verhaftet russischen Konzept-Künstler Pawlenski nach Brandstiftung von Zentralbank

Was eint diese radikalen Künstler aus Russland? Was heißt für sie künstlerische Freiheit? Und was wird daraus, wenn diese russischen Riot Art Künstler international bekannt werden oder sogar das Land verlassen müssen? Diesen Fragen geht TRACKS in der Sendung nach.