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Bärtige Frauen

Bärtige Frauen: Männliche Mädchen, weibliche Jungs

Goldenes Glitzerkleid, High-Heels trotz Schuhgröße 45, glänzendes Wallehaar und perfekt gestutzter Bart: Conchita Wursts Auftritt beim Eurovision Song Contest galt in Österreich als Signal der Toleranz. Die französische Politikerin Christine Boutin bezeichnete das Auftreten der Dragqueen allerdings als „wider die menschliche Natur“ – und Russland reagierte auf den Sieg der bärtigen Diva mit der Ankündigung, seinen eigenen Gesangswettbewerb gründen zu wollen.
 

Mit seiner hybriden Kunstfigur lässt Thomas Neuwirth alias Conchita Wurst das uralte Phänomen des dritten Geschlechts wieder aufleben, dem die Menschen seit der Antike mal offen und neugierig, mal ablehnend und empört gegenüberstanden.

Im 19. Jahrhundert traten bärtige Frauen gemeinsam mit Liliputanern, Fakiren, Riesen und anderen „Human Marvels“ („Menschliche Wunder“) als Jahrmarktattraktionen auf.

1964 schuf der italienische Filmemacher Marco Ferreri in „La donna scimmia“ („Die bärtige Frau“) ein hybrides Wesen zwischen Beauty und Beast (Annie Giradot) und machte seinem Ruf als Provokateur damit alle Ehre.

In Los Angeles lebt Mathu Andersen, eine avantgardistischste Dragqueen mit falschen Fingernägeln und einem graumelierten Bart.

Der Bart ist das Männlichkeitsattribut schlechthin – doch er steht auch Frauen. Eine Serie mit den schönsten Bildern bärtiger Frauen.

Diashow "Bärtige Frauen"

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Diashow "Bärtige Frauen"

7 Fotos

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Mathu Andersen : barbue is beautiful

Mathu Andersen

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Mathu Andersen

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Extrait de « Le mari de la femme à barbe » de Marco Ferreri

La Donna Scimmia - Marco Ferreri

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La Donna Scimmia - Marco Ferreri

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