TRACKS NEWS / 30-06-04 / Dick Dale

Dick Dale

Was wäre „Pulp Fiction „ ohne den Song „Misirlou“, eine Surfhymne von 1962, aus den Fingern eines waschechten kalifornischen Surfers, dem Gitarristen und Linkshänder Dick Dale. Ein Sound erobert den Planeten. Er lässt sogar Charlies Angels Grooven und katapultiert Dick Dale aus der Vergessenheit.

Misirlou

Der Surfer bei einem Zwischenstop seiner Europa-Tournee, im elsässischen Colmar, weitab vom Trubel des Show-Biz. 

Dick Dale

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Dick Dale ist genau so unzähmbar wie die vierbeinigen Kollegen, die seit den 60ern in seinem Wohnzimmer hausen. In Cukors "Let’s make Love“ spielt er an der Seite von Monroe und Montand, im Streifen "Muscle Beach Party“ hat er eine Rolle neben Stevie Wonder und Brian Wilson. Wellen, Löwen und Kino: Für einen Surfer lässt sich Dick Dale wenig Zeit zum Chillen.

Richard Monsour, so sein richtiger Name, erfindet die Surf-Music mit seinem Song „Misirlou“ im Alter von 25 Jahren. Das Instrumentalstück steckt voller Einflüsse seiner libanesischen Vorfahren. Ganz Amiland verfällt von 61 bis 65 der Surf-Kultur dank längst vergessener Bands wie die "Pyramids“ "Surfaris oder "Jan and Dean“. Die Flutwelle überlebten aber nur die "Beach Boys". Der Surf ist die subversive Antwort auf die Konsumgesellschaft. "Abhängen statt produktiv sein“ lautet das Motto. Man lässt alles etwas lässiger angehen, mit Sea, Sex and Sun. 
Dem King of Surf beschert Leo Fender, der Erfinder der legendären „Stratocaster“, eine E-Gitarre, die noch bis heute fast unverändert gebaut wird, Geheimwaffen nach Maß: Die Dick Dale Stratocaster und einen dazu passenden Doppel-Verstärker, den „Dual Showman“. 

Dick Dale - Surfing Drums

04m56

Dick Dale - Surfing Drums

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Pulp Fiction

Pulp Fiction - Dance Scene (HQ)

03m18

Pulp Fiction - Dance Scene

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