Erik Bulatow: Kunst gegen Sowjets

Erik Bulatow wurde in den 1930er Jahren mitten in einer Hungerkrise und unter Stalins Herrschaft in der Sowjetunion geboren. Später dekonstruierte der Gründer der Anti-Sowjet-Kunst die Bildsprache der Sowjet-Propaganda und spielte mit den Protestslogans der Street Art.

Es ist das neue Werk des wortgewandten Künstlers Erik Bulatow: Riesenbuchstaben, die das russische Wort Вперед (dt.: „vorwärts“) bilden. Das Wort, das wie ein Befehl klingt, formt einen Kreis, in dem ein Vorwärtskommen unmöglich ist. Dieses „vorwärts“, das nicht vorankommt, ist ein typisches Paradoxon für den Meister in der Kunst, Propaganda ad absurdum zu führen.