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#Fakefoodcore

#Fakefoodcore: Gambas im Haar?

Plastikimitationen asiatischer Speisen zierten bisher vor allem die Auslagen von Restaurants. Nun werden sie zum kitschigen Mode-Accessoire.

Manche Modetrends gehen so schnell vorüber, dass man sie gar nicht wahrnimmt. Gestern noch war ein ganz besonderes Haar-Accessoire der letzte Schrei in China: Eine Haarspange mit angehefteter Sojasprosse. Und schon heute ist dieser Trend mit dem Namen #sproutcore (der Hashtag ist dabei unvermeidlich, denn es geht um ein Phänomen, das ohne soziale Netzwerke nicht denkbar wäre) wieder vorbei. Immerhin verkaufte der einzige Händler, die Internetseite Taobao, in Rekordzeit über eine Million dieser „beansprout clips“. Der neueste Modetrend bleibt ebenfalls beim Essen.

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Galerie : #Sproutcore

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„Fake food“ kennt man vor allem aus den Auslagen asiatischer Restaurants: Plastikfleisch, Plastiknudeln oder Plastikshrimps, die den Appetit anregen sollen. Dank des ausgeprägten Kitsch-Geschmacks der chinesischen Jugend wurden diese Objekte umfunktioniert und zieren nun Haarspangen und Halsketten.

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Galerie : #Fakefoodcore

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Die größte Auswahl an „#Fakefoodcore“ (also: Schmuck aus Nahrungsimitaten) bietet Taobao an, doch mittlerweile sind mit Gemüse und Fisch beklebte Haarreife auch auf anderen Webseiten erhältlich. Ein Zeichen, dass diese Mode eine längere Zeit überdauert? Nicht unbedingt. Denn in Taiwan zeichnet sich schon wieder eine neuer Trend ab: Beim #bagcore trägt man Plastiksäcke – auf nackter Haut.