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Frauen veranstalten Facesitting vor dem britischen Parlament

Vor einigen Tagen gingen Aufnahmen von Frauen um die Welt, die ihren MitstreiterInnen auf offener Straße ihren Unterleib auf die Nase drückten. Mit ihrem Massen-Facesitting unweit des Westminster Palace protestierten sie gegen eine Gesetzesnovelle, die bestimmte Sexpraktiken in Pornofilmen verbietet – Praktiken, die sie direkt betreffen.

In Sachen Humor sind die Briten mal wieder unschlagbar! Schon jetzt ist der „Porn Protest“ in die Annalen des Internets eingegangen. Die Kampagne richtete sich gegen die Änderung eines Gesetzes von 2003, die gewisse Sexpraktiken in Pornofilmen verbietet. Laut der unter der Cameron-Regierung verabschiedeten Novelle dürfen Praktiken wie „Facesitting“, „Caning“ oder das Hinternversohlen künftig nicht mehr in DVDs oder On-Demand-Videos gezeigt werden. Das geänderte Gesetz polarisiert. Am „Porn Protest“ (dessen Twitter-Hashtag twitter #pornprotest weiterhin Beiträge erhält) aber nehmen vor allem Frauen teil.

Warum setzen sich gerade die Frauen für die Freiheit einer Branche ein, die als Männerdomäne gilt? Um diese Frage zu beantworten, genügt ein genauerer Blick auf die Verbote. Beim „Facesitting“ – einer gängigen SM-Praxis, bei der die Partner nicht einmal unbedingt nackt sind – nimmt die Frau gegenüber dem Mann eine dominante Position ein (mehr dazu auf Google). Auch Darstellungen der weiblichen Ejakulation sind nunmehr verboten. Die Protestlerinnen, von denen einige bekennende Pro-Sex-Feministinnen sind, sehen darin eine Zensierung der Ausdrucksformen weiblicher Lust – während die männliche weiter öffentlich gezeigt werden darf!

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Humor ist die beste Art, eine Botschaft zu vermitteln. Das gilt für die Besetzer des Rasens vor dem Westminster Palace ebenso wie für die Feministinnen, die ihren Unterleib zur Lage der Frau in der Gesellschaft sprechen lassen.

Future Feminism : pussy power!

@ Tracks

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