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Fußball: Weibliche Ultras

"Nutten für die Kurve! Damit die Kurve lebt!“. Sexistische Sprüche machen es deutlich: Für manch einen Fußballfan sind Frauen eine Gefahr. Für Kameradschaft, Zusammenhalt, Vertrauen.

Der Verein ist der Mittelpunkt ihres Lebens

Weibliche Ultras – sie sind kämpferisch, engagiert, fußballvernarrt und an vorderster Front, wenn es darum geht, den Fußball als Rückzugsort für krasses Machogehabe ordentlich aufzumischen. Rosa Fanschals sind ihnen ein Gräuel, sie fordern Respekt statt Sekt am Eingang und liegen in Führung beim Supporten ihres Vereins. Denn der ist der Mittelpunkt ihres Lebens. Sie sind Hardcore-Fans. Sie sind Ultras.

Schwierige Stellung in der Gesellschaft

Die Polizei hat sie auf dem Kieker, Politiker werfen sie in einen Topf mit den Hooligans und Moderatoren nennen sie die Taliban der Fans. Dabei können Ultras inzwischen auch gesellschaftskritisch und sozial engagiert sein.  Doch ihren Platz in der Gruppe mussten sich die Ultra-Frauen erst erkämpfen.

Fanprojekte unterstützen die weiblichen Ultras

Heute geht es glücklicherweise etwas harmonischer zu. Dem Sexismus wird die rote Karte gezeigt, die Ultra-Frauen leisten Aufklärungsarbeit. Unterstützung erhalten sie von der Anti-Sexismus AG des Fanprojekts Bremen. So weit sind viele Ultra-Gruppen bis heute noch lange nicht. In Karlsruhe zum Beispiel sind Frauen als Ultras nicht erwünscht. Und auch Vereine schüren immer noch das Bild der Frau als Sexobjekt und hübsches Anhängsel des Mannes.
Für seinen Verein zu brennen, im Stadion die Mannschaft anfeuern, Siege feiern und Niederlagen beweinen – weibliche Fans wollen nichts anderes als ihre männlichen Kollegen. Und TRACKS auch.

Fanprojekt Karlsruhe

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