Game Engine Art – das neue ultimative Kunstmedium

In Berlin findet sich das Epizentrum einer neuen, internationalen Szene, die mit Software-Tools der Videospielindustrie interaktive Kunst entwickelt – und damit alles hinterfragt, wofür kommerzielle Games sonst so stehen: Kapitalismus, starre Gesellschaftssysteme, autoritäre Hierarchien.

Ein Game Engine, das ist eine Art Software, die bisher der Gaming-Industrie vorbehalten war, um die interaktiven Welten ihrer Spiele zu programmieren. Im Grunde ist es ein Programm, mit dem sich alle erdenklichen Medien – Sounds, Musik, Film, 3D-Animation, Foto, Grafiken – miteinander verknüpfen und zu einer interaktiven Erfahrung arrangieren lassen.

So sieht das Ganze zum Beispiel aus:

Der in Berlin lebenden Australier Troy Duguid, Pionier der Game-Engine-Art-Szene, fasst es so zusammen:
„Ein Game Engine fasst praktisch alle Kunstformen an einem Ort zusammen.“

Oft genug gab es den Versuch artsy Games auf den Markt zu schmeißen – kommerziell oder Indie. Das hier ist etwas anderes. Es ist Kunst, um der Kunst Willen, mit den Mitteln der Games.

Was damit alles angestellt werden kann, findet die Szene von Künstlern aus aller Welt, von Australien, über Russland, Deutschland, Frankreich, bis nach Spanien, gerade noch heraus.

Troy Duguid:
„Game Engines konnten lange nur von der Industrie benutzt werden. Jetzt gibt es plötzlich eine ganze Menge freie Engines, die man im Netz runterladen kann.“

Oft kommen die Game-Engine-Künstler auch aus der Videospielindustrie. Jetzt nutzen sie die neu gewonnene Freiheit, um interaktive Geschichten zu erzählen, bei denen es nicht darum geht, als Alpha-Tier, Level für Level Kapital anzuhäufen und am Ende einen Endgegner zu besiegen.

Website: https://datamutations.aaartgames.xyz/

Website: troyduguid

https://troyduguid.com/

+
-
Website: Merle Leufgen

http://www.merleleufgen.com/

+
-
Website: WASDSWAG

http://www.wasdswag.com/

+
-
Website: Amaze Berlin

http://amaze-berlin.de/

+
-