TRACKS NEWS / 20-03-15 / Jimmy Somerville, Kommunard...

Jimmy Somerville, Kommunarde des englischen Pop

Seit dreißig Jahren verfolgt Jimmy Somerville einen einzigartigen Kurs in der englischen Popszene. Tracks traf den ebenso engagierten wie produktiven Künstler.

Alles begann 1983, als der damals erst 22 Jahre alte Schotte James Somerville das Trio Bronski Beat gründete. Es war eine der innovativsten Pop-Bands seiner Zeit und beeinflusste die Szene nachhaltig. Bronski Beat ging in die Annalen der Popmusik ein, und sein Leadsänger Jimmy Somerville wurde zum Star.

Bronski Beat - Smalltown Boy ORIGINAL VIDEO

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Bronski Beat - Smalltown Boy : Sehen Sie das Video

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Ein engagierter Star, denn von Anfang an trat Somerville für die Sache der Homosexuellen ein, was damals weitaus schwieriger war als heute. So erzählt der Song „Why?“ die wahre Geschichte eines jungen Homosexuellen, der in einer britischen Kleinstadt zum Opfer schwulenfeindlicher Vorurteile wurde. Der Titel war einer der größten Hits der Gruppe, von der sich Jimmy 1985 trennte.

Bronski Beat - Tell Me why (ORIGINAL)

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Bronski Beat - Tell Me why

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Danach gründete er mit dem klassisch ausgebildeten Musiker Richard Coles das Duo The Communards, in dem er weiter die Möglichkeiten seiner außergewöhnlichen Falsettstimme auslotete und gegen die Politik von Margaret Thatcher ins Feld zog. Die Zusammenarbeit der beiden dauerte drei Jahre – lang genug, um auch Elton John, damals bereits eine lebende Pop-Legende, zu einem glühenden Bewunderer des Duos zu machen. Jimmy suchte neue Herausforderungen, und das politische Engagement bleibt eine wichtige Triebkraft seiner Kunst.

The Communards - Don't Leave Me This Way

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The Communards - Don't Leave Me This Way : Sehen Sie das Video

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Jimmy Somerville kämpft weiter für die Rechte der Schwulen und die Menschenrechte im Allgemeinen und hat mittlerweile rund zehn Soloalben veröffentlicht. Sein letztes kam 2014 heraus und führte ihn auch nach Frankreich, wo sich Tracks eine Begegnung mit diesem einzigartigen Künstler nicht entgehen lassen konnte.

Eine Reportage von Greg Gargiulo