Was bitte ist eine Roboterpsychiaterin, Joanne Pransky?

Alle reden von künstlichen Intelligenzen – aber was, wenn diese irgendwann durchdrehen? Dann hilft zum Beispiel die „erste Roboterpsychiaterin der Welt“ Dr. Joanne Pransky. Und bis es so weit ist, will sie vor allem uns menschlichen Intelligenzen die Angst vor der Roboterrevolution nehmen.

Während Facebook-Sunnyboy Mark Zuckerberg und Tesla-Messias Elon Musk einen waschechten Beef in Interviews und Tweets austragen, ob denn Künstliche Intelligenzen uns alle auslöschen werden oder uns zur Utopie führen werden, versucht Joanne Pransky es mit Vernunft: Roboter und K.I. sind menschengemacht, also sollten sich Menschen gefälligst darum kümmern, dass Roboter ihre Rolle als Dienstleister gerecht werden.

Ihr Bild von Robotern und deren Platz in der Gesellschaft ist einerseits stark geprägt von ihren beruflichen Erfahrungen in der Realität der Roboterbranche seit den 70ern, andererseits durch die Science Fiction-Kurzgeschichten von Isaac Asimov, unter anderem der Schöpfer der „I, Robot“-Reihe. Bei einem Treffen mit Asimov bezeichnete er Pransky gar als „echte Susan Calvin“, in Anlehnung an die Roboterpsychologin seiner Geschichten. Asimov ist auch derjenige, der einst die „3 Robotergesetze“ fromulierte:

1. Ein Roboter darf kein menschliches Wesen (wissentlich) verletzen oder durch Untätigkeit (wissentlich) zulassen, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.
2. Ein Roboter muss den ihm von einem Menschen gegebenen Befehlen gehorchen – es sei denn, ein solcher Befehl würde mit Regel eins kollidieren.
3. Ein Roboter muss seine Existenz beschützen, solange dieser Schutz nicht mit Regel eins oder zwei kollidiert.

Im Zeitalter von Kriegsdrohnen scheinen diese Robotergesetze längst überholt, trotzdem appelliert Pransky an die Menschen, sich um Gefahren durch Roboter keine Sorgen zu machen – die Zukunft bringt schließlich großartige Möglichkeiten mit sich, sein schnödes Menschenleben mit Technik aufzupeppen und sein gesitiges Wohl über Bewusstseins-Backups abzusichern.

Angsttherapie bietet Pransky auch auf ihrem YouTube-Channel an. In ihrer „Robot In Crisis“-Serie kriegt hilft sie Robotern aller Art – unter anderem einem Assistenzroboter im Trump-Tower.

Robot in Crisis Premiere  | Robotics Expert | World's First Robotic Psychiatrist
Robot in Crisis
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Joanne Pransky (Official)

Joanne Pransky (Official)

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Übrigens, Hardcore-Robofans basteln schon seit Jahren an der Körperoptimierung durch Technik-Gadgets. 2014 trafen wir zum Beispiel Biohacker, letztes Jahr trafen wir den ersten anerkannten Cyborg Neil Harbisson.

Biohacking – Stück für Stück auf dem Weg zum Cyborg

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Der Farbensinfonie von Neil Harbisson

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