Morten Viskum: Tot malt gut

Seine Kunstwerke bestehen zu großen Teilen aus Krebszellen und Tierblut. Seine Pinsel? Leichenhände.

1995 sorgte der damalige Student Morten Viskum mit seiner Kunstperformance „Rat / Olive Project“ in Norwegen für einen Skandal. Er hatte Olivengläser mit Rattenbabys in Formaldehyd gefüllt und heimlich in zwanzig Lebensmittelläden im Land verteilt.

„In meiner Kunst beschäftige ich mich mit Dingen, mit denen man nicht konfrontiert werden möchte. Das ist für das Publikum problematisch, weil es der Wahrheit ungern ins Gesicht sieht.“

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Morten Viskum

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Mit 50 Jahren ist der ehemalige Student der Veterinärmedizin, der auch an der Kunsthochschule von Oslo studierte, noch immer ein äußerst umstrittener Künstler. Sein Spezialgebiet: Er malt mit den Händen menschlicher Leichen. Er ist stolzer Besitzer von sieben verschiedenen Händen … und nur er weiß, woher sie stammen. Tracks besuchte ihn in seiner riesigen, bizarren isolierten Höhle im Südwesten Norwegens. Hier stehen Gläser mit Formaldehyd neben Installationen, in denen er mit Ikonen wie Michael Jackson oder katholischen Priester abrechnet.