Plastic Surgery

Vor gut 120 Jahren begann die Geschichte der Schönheitschirurgie. Was damals noch als letzter Ausweg für Menschen mit ausgeprägten Schönheitsmakeln galt, ist mittlerweile ein Lifestyle-Produkt – das wollen Künstler so nicht stehen lassen.

Wer bestimmt eigentlich über die Gestaltung des eigenen Körpers? Zwei Künstlerinnen  beantworten diese Frage auf unterschiedliche Weise: Während sich die Französin ORLAN bereits seit 1978 unters Messer legt, um ihr Aussehen nach ihren eigenen Vorstellungen formen zu lassen, legt die koreanische Fotografin Ji Yeo die Schattenseiten der blutigen Schönheitsindustrie frei. Ihre Bilder aus Seoul, der Hauptstadt der Schönheitschirurgie, blicken hinter die Kulissen und zeigen junge Frauen im Aufwachraum einer Schönheitsklinik. Der britische Porträtmaler Jonathan Yeo setzt sich mit Stift und Zeichenpapier gleich mit in den OP-Saal. Dabei entstehen realistische Gemälde der Patientinnen vor und während der Eingriffe. Der ebenfalls aus Südkorea stammende Künstler Eui-Jip Hwang kitisiert das universell gültige westliche Schönheitsideal, dass weltweit als Schablone für kosmetische Eingriffe gilt, in unangenehm glatten Fotomontagen.