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Playlist Queercore

Homocore & beyond: Die queerste Punk-Playlist EVER!!!

Ende der 80er wurde im Magazin „J.D.“ der Begriff „Queercore“ geprägt. In unserer kommenden Sendung stellen wir euch die Doku zur Bewegung vor – hier aber schon mal die geballte Ladung queerer Powerchords für den Warm-Up-Pogo!

PANSY DIVISION – That’s So Gay

Wer Homocore sagt, muss Pansy Division sagen – auch wenn der Sound sich eher am Pop-Punk und Alternative Rock der 90er orientierte. Schöner als im Bandnamen kann man Joy Division und „Panzerdivision“ nicht verdrehen – und auch sonst ist das Werk der Band durchzogen von albernem Humor. 2009 fassten die Posterboys des Queercore ihren Frust über die Homophobie der Punk-Szene im Song „That’s So Gay“ zusammen. Oder ist der Song doch gegen Katy Perry gerichtet?

TRIBE 8 - Lezbophobia

Tribe 8 waren die Dyke-Division des frühen Queercore. Lange vor Peaches wusste Sängerin Lynn Breedlove, dass „oben ohne“ plus Umschnalldildo ein verdammt gutes Bühnenoutfit abgeben. Der Song „Lezbophobia” dürfte selbsterklärend sein. „Ew, it’s a she, and she’s looking at me!”

The Dicks - Saturday Night At The Bookstore

Vor dem “Queercore Manifesto” gab es nur wenige offen queere Bandmitglieder in der Punkszene. Schon in den 80ern trat Gary Floyd, Sänger der texanischen Band The Dicks, teilweise in Drag auf und brachte mit Songs über anonymen Sex die homophobe Ecke der Punkszene gegen sich auf.

LIMP WRIST – The Ode

Martin Sorrondeguy, Sänger der 1998 gegründeten Limp Wrist, setzte mit „Ode“ Queercore-Pionieren wie Gary Floyd und Randy Turner von den Big Boys ein Denkmal.

BLACK FAG

Es gibt genug lahme Black Flag-Tribute-Bands – nicht zuletzt Black Flag selber. Oder Flag, oder weiß der Teufel, wie die sich heute nennen. Ein Glück gibt es Black Fag, die „absolute fabulous“ Tribute-Band. Die haben nicht nur die bekannten vier Balken des Bandlogos in Regenbogenfarben gehüllt, sondern sämtliche Black Flag Hits ordentlich aufgeschwult. „I know it will be all gay!”

GAYRILLA BISCUITS

Wenn wir schon bei Tribute-Bands sind, können wir euch diese Truppe nicht vorenthalten – alleine des Bandnamens wegen. Was die „echten“ Gorillas von ihrem Tribute halten, ist nicht bekannt.

G.L.O.S.S. – G.L.O.S.S. (We’re from the Future)

Die Geschichte von G.L.O.S.S. ist eine sehr kurze – und verdammt wuchtige. Als sie 2015 ihr Demo veröffentlichten, schlug es in der Szene ein wie eine Bombe. Die „Girls Living Outside Society Shit“ aus der Hardcore-Hochburg Olympia (Washington), die komplett aus Transfrauen bestand, hatten schnell weltweit Fans gefunden. Kurz nach dem ersten EP-Release 2016 wurde ihnen vom Über-Punklabel Epitaph ein Plattenvertrag angeboten – den sie wegen Epitaphs Verstrickungen mit Warner Brothers ablehnten. Weil sie fanden, dass die immer größer werdende Aufmerksamkeit um ihre Personen die Band selber überschattete, lösten sie sich auf. Zurück bleiben zwei der mächtigsten Hardcore-Releases der letzten Jahre – und ihr Debüt-Song als Manifest:

“Our femininity doesn’t fit/We’re fucking future girls/Living outside society’s shit!”

 

Wenn ihr jetzt endgültig angefixt seid, gibt es hier die ultimative Queercore Playlist für den ungebremsten WG-Party-Moshpit!