TRACKS NEWS / 13-10-15 / Rhapsody in blues
MARTIN SCORSESE

Rhapsody in blues

Anlässlich der Sonderausstellung „Martin Scorsese“, die am 14. Oktober in Paris in der Cinémathèque Française eröffnet wird, drängt sich eine Reise in die musikalische Welt des Filmemachers, der die Rockmusik auf die Kinoleinwand brachte, förmlich auf.

Ohne Musik wäre sein Werk nicht dasselbe… Den Auftakt dazu bildete sein erster von der Kritik beachteter Mafiastreifen Hexenkessel (1973). Die Idee zu diesem Film mit Robert de Niro kam Martin Scorsese in den Bars von Little Italy in New York, wo unter anderem Musik der Stones gespielt wurde. Er verwandelte das zu Riffs von Jumping Jack Flash und Be My Baby entstandene Kopfkino in Leinwandbilder. „Häufig habe ich erst, als ich die für den geplanten Film ausgewählte Musik angehört habe, angefangen, ihn vor meinen Augen zu sehen. Ohne Musik wäre ich verloren“, erklärte er. Das gesamte filmische Werk des Melomanen und leidenschaftlichen Plattensammlers ist von musikalischen Elementen durchzogen, die von italienischen Volksliedern über Opernklänge, Doo Wop, Sinfonien und Jazz bis zur Rockmusik reichen. Die Filmmusik zu seinen Erfolgen kann man jetzt als CD‑Sammlung erwerben: The Cinema of Martin Scorsese. Ein kleiner Einblick in einzigartige filmmusikalische Höhepunkte.

"The Cinema of Martin Scorsese" - Trailer
The Cinema of Martin Scorsese
+
-

Seine Lieblingsmusik verweist immer wieder auf denselben Ursprung, den Blues. Sowohl in Dokumentarfilmen (Shine a Light über die Rolling Stones, No Direction Home über Bob Dylan) als auch in einer monumentalen Anthologie (Martin Scorsese presents the Blues – die umfassendste Blues-Anthologie auf dem Markt), huldigt der Filmemacher seinen beiden großen Idolen, Blues und Rock. Tracks hat eine ganz besondere Scorsese-Playlist in einer Mischung aus Klassikern und unbekannten Perlen zum Herunterladen zusammengestellt.

Tracks-playlist : The Music of Martin Scorsese

@ Deezer

+
-

Die Stones haben Scorsese in seinen Anfängen inspiriert, und er hat den Kreis beinahe wieder geschlossen, denn im Januar nächsten Jahres wird das von Mick Jaggers Werken aus den 70er angeregte Projekt Scorceses, an dem er über ein Jahrzehnt lang arbeitete, auf dem US-Sender HBO ausgestrahlt. Unter dem Titel Vinyl arbeitet die Reihe den Dreiklang von Sex, Drugs & Rock ‘n‘ Roll im New York der Seventies ab. Schon der Vorspann liest sich wie ein Who‘s Who der Epoche – Martin Scorsese führt Regie, Mick Jagger engagiert sich als Produzent und das Drehbuch stammt von Terence Winter, dem Erfinder der Sopranos …

Vinyl: Trailer (HBO)
Trailer zu Vinyl
+
-

Tracks vergibt Einladungen zur Ausstellung in der Cinémathèque Française für die Scorsese-Fans mit den originellsten Kommentaren (s. untenstehendes Feld).

Dans leurs favoris (1)