TRACKS NEWS / 13-10-12 / Wanderpenn...

Wanderpenner in Dur und Moll

Sie sind Straßenmusiker und sie haben nichts - keine Wohnung, kein Geld, keine Krankenversicherung: Elias Gottstein und Luis Zielke fühlen sich trotzdem pudelwohl. Seit 2012 zeigt ein Film ihr Leben. 

Guaia Guaia
Als „Guaia Guaia“ ziehen sie mit selbstgebauten Fahrrädern von Stadt zu Stadt und locken mit lauten, illegalen Konzerten Fans und Polizisten an. Elias und Luis sind beide 22, beide aus Neubrandenburg. Von dort wollten sie eines Tages nur noch: weg. Jetzt ziehen sie von Stadt zu Stadt, tauchen immer unangemeldet auf, und spielen Konzerte, wie und wo sie lustig sind. Ohne Genehmigung natürlich und so lange,  bis die Polizei anrückt.
Mit 15 haben sie sich kennengelernt, sind  mit 18 von zu Hause abgehauen und seitdem auf der Straße. Ohne Wohnung, ohne Geld, und doch völlig zufrieden. Dass sie kein Abi haben, stresst sie nicht. Obwohl karrieretechnisch da nur noch wenige Wege offenstehen.

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Dokumentarfilm über ihr Leben
Ein Jahr lang hat Regisseur Sobo Swobodnik die beiden mit der Kamera begleitet und über dieses Leben abseits von bürgerlichen Konventionen den Dokumentarfilm Unplugged:Leben Guaia Guaia gemacht. Der Berliner Krimiautor und Dokumentarfilmer reiste mit Luis und Elias durch ganz Deutschland, und half auch schon mal illegal beim Stromabzapfen. Guaia Guaia färbt eben ab.

Terrorist

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Alle Autos fliegen hoch

Guaia Guaia

Alle Autos fliegen hoch

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Das Leben auf der Straße ist nicht immer leicht...  
Modische Accessoires für den nächsten Auftritt finden Guaia Guaia zielsicher und preisgünstig in der Altkleidersammlung. Und auch bei der Essensbeschaffung ist die Schmerzgrenze erstaunlich tief. Die Wühlerei in Mülltonnen hat aber auch ihre  widerlichen Seiten. Von schimmeligen Tomaten haben Luis und Elias erst mal die Schnauze voll, vom Leben auf der Straße aber noch lange nicht. 

Sie radeln weiter, ohne Licht, und spielen weiter, ohne Genehmigung, denn anders wär‘s ja nicht Guaia Guaia.

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