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Digitale Drecksarbeit: „The Cleaners“ zeigt die traumatische Arbeit der Social Media-Moderatoren

Wer räumt eigentlich den Müll des Internets auf? Das erkundet der Film „The Cleaners“, der gerade auf dem Sundance Film Festival Premiere feierte.

In Manila auf den Philippinen wird all das gesichtet und gelöscht, was gegen die Richtlinien der Sozialen Netzwerke verstößt. In einer geheimen Schattenwirtschaft, die offiziell gar nicht existiert, Vvn Menschen, die offiziell für kein amerikanisches Unternehmen arbeiten – den sogenannten „Content Moderators“.

Über zwei Jahre recherchierten die beiden Regisseure Hans Block und Moritz Riesewieck unter schwierigsten Bedingungen, da es den Content Moderatoren vertraglich verboten ist, über ihre Arbeit zu sprechen. Dabei stießen sie nicht nur auf ein unübersichtliches Netzwerk von Subunternehmen, sondern gingen auch den Fragen nach: Ab wann wird das „Filtern“ von Inhalten eigentlich zur Zensur? Wann bekommt es eine politische Dimension? Welche Auswirkungen hat das auf die Menschen, die diese Arbeit machen und welchen politischen Einfluss haben die Sozialen Netzwerke, denen wir alle seit Jahren so blind vertrauen?

Herausgekommen ist dabei ein dystopischer Doku-Thriller, der mehr als nachdenklich macht und einige Hintergründe zur aktuellen Social-Media-Krise liefert.

Außerdem entstanden aus der Recherche das Buch „Digitale Drecksarbeit“ (dtv) und das Theaterstück „Nach Manila“, das gerade am Schauspiel Dortmund läuft:

 

Den Dokumentarfilm „The Cleaners“ gibt es ab 17. Mai in deutschen Kinos zu sehen und am 17. Juli bei ARTE.